Winterblues ade

leafless tree on the hill

Wie du auch an grauen Tagen gute Laune behältst und neue Energie tankst

Der Winter bringt Ruhe. Kürzere Tage, weniger Licht, mehr Zeit drinnen und oft dieses graue, schwere Wetter, das sich nicht nur draußen zeigt, sondern manchmal auch in unserer Stimmung. Vielleicht kennst du dieses Gefühl von Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder innerer Schwere. Alles scheint sich langsamer anzufühlen, der Körper will lieber auf dem Sofa bleiben und selbst kleine Aufgaben wirken plötzlich anstrengender.
Doch auch wenn wir das Wetter nicht ändern können, haben wir viel mehr Einfluss auf unser inneres Erleben, als wir oft glauben. Gute Laune im Winter ist kein Zufall, sondern das Ergebnis liebevoller Selbstfürsorge, bewusster Rituale und kleiner, wirksamer Entscheidungen im Alltag.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du auch bei trübem Winterwetter deine Stimmung heben kannst und wieder mehr Energie in diese besondere Zeit bringst.

Warum der Winter uns aufs Gemüt schlägt

Ein wichtiger Faktor ist das fehlende Tageslicht. Unser Körper produziert durch Licht vermehrt Serotonin, das sogenannte Glückshormon. Wird es dunkler, sinkt der Spiegel und gleichzeitig steigt die Bildung von Melatonin, das für Müdigkeit sorgt. Das erklärt, warum wir im Winter öfter erschöpft oder antriebslos sind. Auch Bewegungsmangel, weniger frische Luft und ein Rückzug ins Private verstärken diesen Effekt.

Doch statt den Winter nur als „Durchhaltephase“ zu sehen, dürfen wir ihn auch als Einladung verstehen, unseren Alltag bewusster zu gestalten und neue Quellen für Energie zu finden.

Energie beginnt im Körper

Bewegung ist im Winter wichtiger denn je. Du brauchst dafür kein intensives Fitnessprogramm. Schon tägliche Spaziergänge wirken wie ein natürlicher Stimmungsaufheller. Frische Luft und Licht, selbst an bewölkten Tagen, aktivieren deinen Kreislauf und versorgen dein Gehirn mit Sauerstoff.
Wenn es draußen besonders ungemütlich ist, helfen kurze Bewegungseinheiten drinnen. Ein paar Dehnübungen, sanfte Yoga Flows oder freies Tanzen zu deiner Lieblingsmusik bringen Energie ins System.

Praxistipp
Plane feste Mini Bewegungsrituale ein, zum Beispiel jeden Vormittag zehn Minuten Stretching oder einen Spaziergang um die Mittagszeit. Trage diese Termine wie wichtige Meetings in deinen Kalender ein.

Licht für die Seele

Gerade morgens ist Licht entscheidend. Öffne direkt nach dem Aufwachen die Vorhänge oder schalte bewusst eine helle Lichtquelle ein. Wenn du magst, kann auch eine Tageslichtlampe in der dunklen Zeit sehr unterstützend sein. Sie simuliert Sonnenschein und kann helfen, die Stimmung zu stabilisieren und die Energie zu steigern.

Auch Kerzenlicht wirkt auf unsere Psyche positiv. Es schenkt Geborgenheit und ein Gefühl von Ruhe. Der bewusste Einsatz von warmem Licht kann den Winter in eine gemütliche Wellness Zeit verwandeln statt in eine depressive Phase.

Wärme von innen

Im Winter sehnt sich der Körper nach warmen Speisen. Suppen, Eintöpfe, Ofengemüse oder wärmende Tees nähren nicht nur den Körper, sondern auch unser emotionales Wohlbefinden. Bestimmte Gewürze wie Zimt, Ingwer, Kurkuma und Kardamom wirken anregend und stimmungsaufhellend.

Praxistipp
Starte deinen Tag mit einem warmen Getränk, zum Beispiel Ingwer Zitrone Wasser oder einem zarten Gewürztee. Dieses kleine Ritual signalisiert deinem Körper Geborgenheit und Aktivierung zugleich.

Emotionale Energie stärken

Nicht nur der Körper, auch unsere Gedanken beeinflussen unsere Winterstimmung. Gerade bei grauem Wetter neigen wir dazu, uns selbst immer wieder zu sagen, wie anstrengend alles ist. Diese inneren Dialoge verstärken die Schwere.

Achtsamkeit hilft, diesen Kreislauf zu unterbrechen. Nimm wahr, was ist, ohne es zu bewerten. Vielleicht ist der Himmel grau, doch gleichzeitig brennen Kerzen, ein Tee duftet und du sitzt warm eingekuschelt. Kleine Sinnesmomente holen dich aus dem Mangel in die Fülle.

Dankbarkeit ist hier ein kraftvolles Werkzeug. Wenn wir unseren Fokus bewusst auf Dinge richten, die uns guttun, verändert sich unsere emotionale Grundstimmung nachhaltig.

Praxistipp
Schreibe dir jeden Abend drei Dinge auf, die dir an diesem Tag gutgetan haben. Auch scheinbar Kleines zählt. Eine Tasse Kaffee in Ruhe, ein Lächeln, ein freundliches Wort.

Rituale statt Winterfrust

Der Winter lädt uns zu Ritualen ein. Routinen geben Halt und schaffen Struktur in einer Zeit, die sonst schnell glanzlos wirkt. Morgendliche Achtsamkeitsminuten, Abendjournaling oder kleine Selfcare Rituale lassen den Tag bewusster erleben.

Ein schönes Beispiel ist ein persönliches Abendritual: Handy weglegen, Kerzen anzünden, ruhige Musik hören, ein paar tiefe Atemzüge nehmen und den Tag liebevoll abschließen. Diese bewussten Übergänge helfen deinem Nervensystem, zu entspannen und die innere Ruhe zu finden, die dich langfristig stärkt.

So entsteht neue Energie

Energie kommt nicht aus Druck oder Durchhalten. Sie wächst aus liebevoller Zuwendung zu dir selbst. Winter Energie bedeutet nicht, immer leistungsfähig zu sein, sondern gut auf die eigenen Bedürfnisse zu hören. Manchmal liegt Kraft im Loslassen, im langsameren Tempo und in bewusster Regeneration.

Zum Schluss

Der Winter muss kein Stimmungskiller sein. Mit ein wenig Achtsamkeit, Licht, Bewegung, warmen Ritualen und einer liebevollen Haltung dir selbst gegenüber kannst du diese Zeit sogar als Chance nutzen. Als Einladung, still zu werden, Kraft zu sammeln und dein inneres Licht bewusst zu nähren.

Wenn draußen alles grau erscheint, darf in dir umso mehr Farbe entstehen. Gute Laune ist kein Wetterphänomen, sie ist eine Entscheidung, die du jeden Tag neu treffen darfst.

Und vielleicht ist gerade der Winter die schönste Zeit, um zu lernen, wie viel Wärme, Ruhe und Energie bereits in dir vorhanden sind.