Die Tage rund um Weihnachten und den Jahreswechsel fühlen sich oft besonders an. Als würde das Leben für einen Moment langsamer werden. Die Welt draußen wird leiser, das Licht sanfter, die Abende ruhiger. Genau diese Zeit lädt uns ein, innezuhalten. Nicht um zurückzublicken mit Druck oder Erwartungen, sondern um bewusst wahrzunehmen, was war und was kommen darf.
Weihnachten ist für viele ein Fest der Familie. Gemeinsame Stunden, vertraute Rituale, Gespräche, die Nähe schaffen. Gleichzeitig verbringen manche Menschen diese Tage alleine oder in einer anderen Konstellation als gewohnt. Auch das darf sein. Weihnachten ist nicht an eine bestimmte Form gebunden. Es ist vor allem eine innere Haltung. Eine Einladung, Wärme zu spüren, egal wie die äußeren Umstände gerade sind.
Gerade wenn es ruhiger wird, entsteht Raum für Me Time. Für Momente ohne Termine, ohne To do Listen, ohne Vergleich. Ein Spaziergang in der Winterluft, eine Kerze am Abend, eine Tasse Tee in Stille. Diese kleinen bewussten Pausen sind kein Luxus. Sie sind eine Form von Selbstfürsorge und ein sanftes Auftanken vor dem neuen Jahr.
Dankbarkeit kann uns in dieser Zeit besonders unterstützen. Nicht als Pflichtübung, sondern als liebevoller Blick auf das eigene Leben. Dankbarkeit hilft, den Fokus zu verschieben. Weg von dem, was fehlt, hin zu dem, was da ist. Oft sind es die leisen Dinge, die tragen. Ein gutes Gespräch. Ein Moment der Ruhe. Ein Gefühl von Sicherheit. Ein Lächeln.
Eine sanfte Dankbarkeitsübung für die Tage zwischen den Jahren
Nimm dir dafür etwa zehn Minuten Zeit. Setze dich an einen ruhigen Ort und nimm ein Blatt Papier oder ein Notizbuch zur Hand. Zünde dir gerne eine Kerze an oder mache es dir auf eine andere Weise gemütlich.
Atme ein paar Mal bewusst ein und aus. Lass den Tag los. Dann beantworte für dich ganz ehrlich folgende Fragen:
Wofür bin ich in diesem Jahr dankbar, auch wenn es herausfordernd war.
Welche Begegnungen haben mich berührt oder gestärkt.
Welche Momente haben mir gezeigt, dass ich wachsen kann.
Was möchte ich im neuen Jahr bewahren, weil es mir gut tut.
Schreibe ohne Druck und ohne Bewertung. Es gibt kein richtig oder falsch. Lass die Worte einfach fließen.
Zum Abschluss lege eine Hand auf dein Herz und sprich innerlich Danke. Für dich. Für deinen Weg. Für alles, was dich bis hierher getragen hat.
Der Jahreswechsel muss kein Neuanfang im großen Stil sein. Manchmal reicht eine innere Ausrichtung. Eine sanfte Entscheidung, achtsamer mit sich selbst umzugehen. Das neue Jahr darf aus Ruhe entstehen. Aus Klarheit. Aus Vertrauen.
Ich wünsche dir eine Weihnachtszeit voller bewusster Momente und einen Übergang ins neue Jahr, der sich stimmig und leicht anfühlt. Alles Liebe für 2026!

